Das Abradizil

von Andrew Gibson

Nachwort von Kadabra

Es ist jetzt ziemlich genau 15 Jahre her, da spazierte ich über den Düsseldorfer Bücherbummel (Eine Art Flohmarkt für Bücher) und fischte das Abradizil aus einer Kiste mit englischen Taschenbüchern. Ich war sofort fasziniert. Außerdem hatte ich für entsetzlich lange drei Monate nichts zu tun.

Also begann ich Wörterbücher zu wälzen, erst Zuhause, dann (für die komplizierteren Sachen) in der Bibliothek. Ich machte mir Notizen, ich grübelte über Satzstrukturen, ich holte meine elektrische Schreibmaschine heraus und tippte - drei Monate lang.

Eine Rohfassung, eine erste Fassung, eine zweite Fassung, eine endgültige Fassung und eine schöne Fassung. Ich fuhr zur Buchmesse nach Frankfurt, nur um dort zu erfahren, daß jemand anderes das Buch übersetzt - und ein Verlag es bereits gedruckt hatte.

Trotzdem - für mich hat sich die Arbeit gelohnt. Ich liebe die englische Sprache, weil sich manches soviel schöner ausdrücken läßt, als im Deutschen. Dies macht allerdings jegliche Übersetzung zu einer Herausforderung. Ich habe großen Respekt vor Texten und leide sehr, wenn ich im Deutschen kein griffiges Äquivalent für einen englischen Ausdruck finde. Vielleicht würde ich trotzdem heute manches anders machen. Aber die ganzen "sagte er", "sagte sie" und "sah aus" und "begann", stehen in Andrew Gibsons Text - und wer bin ich, den verändern zu wollen?

Das Abradizil ist eine Geschichte darüber, daß niemand perfekt sein muß, daß im Gegenteil das Spannende gerade im Abseitigen, Unvollkommenen, Unerwarteten liegt. Gerade heute, wo alle gleich schön, schlank und klug sein wollen (gräßliche Vorstellung!), kann so ein Text ein bißchen das Denken anregen.

Wie kam nun meine Übersetzung ins Netz? Nun, Anfang 1999 stieß ich auf Andrew Gibsons Emailadresse und habe ihn einfach um Erlaubnis gebeten und er hat ja gesagt. Natürlich mußte ich ihm versprechen, die Seiten wieder aus dem Netz zu nehmen, sowie im Deutschen eine Neuauflage des Abradizils vorliegt. Im Moment ist es nämlich vergriffen.

Zum Schluß noch eine Bitte : Jegliche Kritik an diesem Text bitte an mich. Lob dagegen an den Autor direkt. Er kann Deutsch lesen, aber nicht auf Deutsch antworten. Ein paar freundliche Sätze in Englisch können wir doch alle - oder? Ich danke Euch jedenfalls fürs Lesen.

Kadabra

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impressum © Andrew Gibson 1990 / übersetzt von kadabra1993

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