Plato reverse

Bei so einem Riesenbildschirm sieht man ja alles. Und auch noch ganz deutlich. Brrrr! Das Blau ist mir zu blau aber alles was dunkler ist, ist dann wieder ZU dunkel. Die Sterne sind mir zu sternig und überhaupt. Ich will zurück in meine Höhle an meinen kleinen düsteren Fünfzehnzöller. Der hat sowieso viel besser zu mir gepasst…

Schock in der Abendstunde

Ich steige jetzt mal bescheiden und kleinlaut von meiner Seifenkiste und gebe zu, dass der Mensch an sich ein gaaaaaaanz kleines Rädchen im großen Weltgetriebe ist. Determiniert bis zum Gehtnichtmehr. Ausgeliefert. Einsam. Und süchtig.

Wann mir das alles aufgefallen ist? Na vor zwei Stunden, als mein Monitor kaputtging :-D.
Er hatte nun wirklich sein Bestes getan um mich zu warnen, erst die weiße Fahne bei der Darstellung der Farben (arme, unschuldige Grafikkarte!), dann hin und wieder ein verzweifeltes Aufblitzen, was nichts anderes war als ein Abschiedsgruß der Röhren. Aber hab ich auf ihn gehört? Nein!

Du musst da mal was machen, dachte ich mir. Am besten einen neuen Rechner kaufen. Und dabei blieb es dann auch, bis heute abend um 19.30, als sich der obere Teil des Bildschirms endgültig ins Nirwana verabschiedete. Und auch da war mein kleiner 15-Zöller noch fair. Denn so konnte ich ordentlich alles beenden, runterfahren und ausschalten.

Interessant ist aber nun dass ich zwei Minuten nachdachte, Schlüssel und Portemonnaie schnappte und kurz vor acht den Supermarkt an der Ecke keuchend mit einem 19-Zöller verliess. (Was anderes hatten sie gerade nicht da!)

Hier sitze ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Doppelt und dreifach geschockt von soviel Bildschirm, Farben und eindeutigem Suchtverhalten meinerseits und schäme mich. Zutiefst!

Gefühlsecht…

Diese Idee ist SUPER! Und dann bräuchte es nur noch den entsprechenden Anrufbeantworter, der auf Anhieb die passenden Worte findet. Just cut out the middle man …

WEIA!!

[via: TP: „Mein Computer weiß, wie ich mich fühle“]