Der Strukturwandel und seine Opfer

Arcandor geht in die Insolvenz – Eigentum vernichtet – Wirtschaft – sueddeutsche.de.

Wie Terry Pratchett  es damals in seiner Nomentrilogie* beschrieb: Von „Günstige Angebote in Hülle und Fülle!“ bis „Alles muss raus!“ ist es manchmal ein verdammt kurzer Weg.

Und wo gehen sie dann hin, die kleinen Leute?

„Karstadt ist mein Leben

Immer schneller,  höher, weiter… und dann?

Hugendubel setzt auf Kündigungen

Einzig unser aller Lieblings-Stehauferpel hat heute Grund zum Feiern.

Ich will zurück nach Entenhausen.

* „Trucker“, „Wühler“, „Flügel“ (Unbedingt lesen!)


Auch das noch!

Da gehen sie dahin, die Idole meiner Jugend. Erika, wo wäre mein Sinn für Humor und meine Liebe zur Sprache geblieben, ohne Dich und Carl Barks?

:-(

[via: Trauer in Entenhausen: Donald-Duck-Übersetzerin Erika Fuchs gestorben – Kultur – SPIEGEL ONLINE]

Den Geburtstag meiner Lieblingsente

darf ich natürlich nicht vergessen! Mit ihm habe ich als Kind die Welt bereist, den fuchsschen Sprachstil schätzen gelernt und bin mit gesellschaftlichen Unzulänglichkeiten konfrontiert worden.
Vielleicht habe ich ihm mein Herz für Verlierer und mein müdes Lächeln in Richtung der ‚Erfolgreichen‘ zu verdanken. Böse Zungen behaupten wir seien uns im Temperament auch nicht ganz unähnlich :-))

Seit Jahren frage ich mich, ob ich nun den Donaldisten beitreten soll oder nicht.
Andererseits sind Vereine auch wieder sone Sache :-).

Ausdrücklich

Was für ein schöner Name! Das Buch kommt auf meine Leseliste. Obwohl ich immer den furchtbaren Verdacht habe, dass die Kritik eines gesellschaftlichen Phänomens nur dazu führt, dass besagte Gesellschaft mit seligem Grinsen das eigene Denken einstellt. Zitieren tuts ja auch. (q.e.d ;-))

Andererseits, diesen medientheologischen Aspekt betreffend: Wer hätte nicht gerne in gewissen Situationen des Lebens ein göttliches Warnschild mit der Aufschrift:
SIE SIND IM BEGRIFF DIE SICHERE SEITE ZU VERLASSEN! 😉

Und ich bin jetzt Ehrenbürger von Entenhausen. Aber das war auch nicht schwer.