Stilblüten

Heute morgen bei der Faz.

via : F.A.Z.-Stiltest: „Ich schreibe wie . . .“ – Hintergründe – Feuilleton – FAZ.NET.

Was dabei rausgekommen ist ? Ich habe die Geschichten eingegeben und kriegte 1 x Nietzsche2 x Charlotte Roche, 3 x Peter Handke, 4 x Ingo Schulze2 x Uwe Tellkamp, 1 x Thomas Hettche und 1 x Kurt Tucholsky.

Interessant.

Als Parodist hat man natürlich keinen unverwechselbaren Stil, aber dass die Bachmannparodie als Handke daherkommt und der Hesse als Tucholsky bekümmert mich doch ein wenig.

Also direkt weiter zur englischsprachigen Originalseite „I write like“ mit der „Bedtime Story“ . Und da kam dann die ultimative Bauchpinselei:

I write like J. R. R. Tolkien

Wenigstens das hat geklappt.

;-D

Schreiben und abschreiben

Man kann das Verschwinden der Originalität beklagen oder nüchtern feststelllen, dass es eh nur 3 gute Geschichten auf der Welt gibt, die immer neu erzählt werden.

1.) Initiation, Coming Of Age, Erwachsen werden.
2.) Konfrontation, Schicksal, Deus ex Machina, höhere Mächte.
3.) Transformation, vom Saulus zum Paulus und umgekehrt.

Aber da gibt es ja noch den Stil, die Protagonisten, den gesellschaftlichen Hintergrund, die Sprache, die Intention.

Und zumindest da kann man versuchen originell zu sein – oder wenn man das nicht schafft – intertextuell arbeiten mit Zitat, Querverweis, Parodie und Paraphrase.

Solange das in irgendeiner Weise an- bzw. zugegeben wird, (und zwar vor der Veröffentlichung!) regt sich keiner auf. Niemand, der schreibt, wird von sich behaupten gänzlich unbeeinflusst zu sein von dem was er liest.

Es sei denn, er ist jung und braucht das Geld.

Und was die gestern beschworene Medienkampagne betrifft:
Es geht schon los.

Fix und fertig

So –  nu ist alles da, bebildert und funktioniert soweit ich das überblicken kann. Dann könnte ich eigentlich mal wieder eine Geschichte schreiben…

Der Weg zur Hölle

ist ja angeblich mit guten Vorsätzen gepflastert.

„… lasciate ogni speranza, voi ch‘ entrate.“

Zumindest den Limbus habe ich mir ehrlich verdient 😉
Auch darüber wollte ich immer mal dringend eine Geschichte schreiben. Und über die ernsten Lieschen dieser Welt und eine Parodie auf Kierkegaard und und und …
Aber man hat ja nie genug Zeit und Welt. Irgendwer muss ja die Brötchen verdienen, auf dass man sie im Schweisse seines Angesichts essen kann und dem Gehörnten nicht vorzeitig auf die Gabel hüpft.

Mein Hirn schlägt Blasen im Moment. Es tummeln sich Faust, Wallenstein und Dante.
Was sie dort machen ? Sie spielen natürlich Skat ;-).

Ich hege

eine wilde Leidenschaft für Relativ- und Kausalsätze. Ist mir gerade beim umstricken einer meiner Uraltgeschichten wieder aufgefallen.
Das neue Layout wird nicht schwarzweiss sondern blausilbern. Wann ich die ganze Seite online stelle? Nu, ich hab auch noch ein Leben :-).

Gesehen : Big Fish
Ich liebe Tim Burton. Geniale Bilder und eine wunderschöne Geschichte übers Geschichten erzählen und dass sie wahr werden, wenn man nur fest genug dran glaubt :-). Mit entsprechend tiefschwarzen Momenten natürlich.

Gelesen: Frank Sch(w)ätzing: Der Schwarm
Ein – äh – Männerbuch. Normalerweise können mir Bücher nicht dick genug sein. Hier aber hab ich mehr als einmal 100 Seiten überblättert. Der Kerl ist entsetzlich eitel :-)
Immer wenn man anfängt einen Charakter zu mögen bringt er ihn auf eine höchst spektakuläre Weise um. Und was die Naturwissenschaft angeht: Bernhard Kegel konnte das nun wirklich besser.

Gelesen: Terry Pratchett: A Hat Full Of Sky
Praise the Nac Mc Feegle! Und sture Hexen jeglichen Alters. Es ist mir egal, dass mit jedem Buch der Moralist stärker hervortritt. Er hat nämlich recht.

Gelesen: Ira Levin: The Stepford Wives
Irgendwie war das eine Bildungslücke. Aber demnächst kommt eine Neuverfilmung mit
Aussie-Stupsnase Nicole Kidman, wo schon der Trailer einfach hinreissend böse ist. Also mal eben gelesen, geschaudert und festgestellt dass sich seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts nichts wesentliches geändert hat. Schade eigentlich.

Wieder gelesen: James Barrie: Peter Pan
Ich hatte völlig vergessen wie biestig James Barrie war. Und wie recht er doch hat.
Nein, das tu ich mir nicht im Kino an. Aber irgendwie möchte ich jetzt eine Geschichte schreiben : ‚Wendy in Stepford‘ ;-D

Und da war da noch

diese Website, ich weiss. Aber während ich mit meiner Code-Blockade ringe, hat sich wenigstens die Schreibblockade gelöst. Schade, dass es mir immer nur einmal im Jahr gelingt eine Geschichte in einem Rutsch runterzuschreiben. Von Quartalssäufern hat man ja schon gehört, aber Jahresschreiber? Egal. Sie hat lange in meinem Hinterkopf gespukt und nun ist sie fertig. Jedenfalls so ziemlich :-).

Und da man ja bloggt um den Zeitgeist einzufangen ist hier noch eine Horrorgeschichte zur guten Nacht. Passt ausgezeichnet zu meiner story. Vielleicht bau ichs noch ein.